Kulturabende gegen Antiziganismus

Kulturabende des Verbands im Oktober
Lesung – Konzert – Diskussion – Ausstellung

rfe-trio-2016
Romeo Franz & Ensemble Trio

Der Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Hessen hat drei Informations- und Kulturabende im Oktober 2016 veranstaltet:

Am 13. Oktober in Bad Hersfeld

Am 19. Oktober in Wiesbaden

Am 26. Oktober in Hanau

Das Programm bestand aus Informationen zur Arbeit des Verbandes, einer Lesung von Zeitzeugenberichten der NS-Verfolgung, einer Führung durch die neue mobile Ausstellung des Verbandes Der Weg der Sinti und Roma und Musik durch das Romeo Franz & Ensemble Trio, bestehend aus Romeo und Sunny Franz (Violine) sowie Aaron Weiss (Piano).

Landestreffen der Hessischen Courage-Schulen

Auf dem ersten Hessischen Vernetzungstreffen der Schulen gegen Rassismus – Schulen mit Courage am 10. Oktober in Frankfurt am Main hat der Landesverband seine neue Roll-Up-Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ vorgestellt. Die Ausstellung thematisiert die Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung von Sinti und Roma seit ihrer Ankunft vor 600 Jahren in Mitteleuropa bis heute.

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Unsere beiden Workshops bestanden aus einer Führung und einer offenen Gesprächsrunde zwischen interessierten Schüler- und LehrerInnen und den beiden Vertretern des Verbandes. Diskutiert wurde unter anderem darüber, wie Vorurteile und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entstehen und funktionieren. Ein weiteres Gesprächsthema war die Situation für Menschen mit Sinti- oder Roma-Hintergrund an Bildungsinstitutionen.

 

Ausstellung im Rathaus Ober-Ramstadt

In der Woche vom 19. bis 23. September wurde im Rahmen der interkulturellen Wochen die mobile Ausstellung „Hornhaut auf der Seele“ im Ober-Ramstädter Rathaus gezeigt. Rinaldo Strauß sagte als Vertreter des Landesverbandes anlässlich der Ausstellungseröffnung am Montag, dass die aktuelle Debatte über „Armutsflüchtlinge“ nicht nur Parallelen zur geschichtlichen Verfolgung der Sinti und Roma aufzeige, 2sonden auch, wie tief der Antiziganismus noch immer in der Gesellschaft verwurzelt sei. Antiziganismus ist der Begriff für die Feindschaft gegenüber Sinti und Roma, auf die man „Zigeuner“-Bilder überträgt. Der Antiziganismus war die Grundlage für den Völkermord an ca. 500 000 Sinti und Roma, der von den Nazis begangen wurde. 1

Das Echo berichtete

Bilder: Stadt Ober-Ramstadt

Aufklärungsarbeit bei der Polizei

Vom 6. bis 24. Juni fanden an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Wiesbaden Projektwochen gegen Antiziganismus statt.

Der Verband zeigte in dieser Zeit seine Ausstellung „Hornhaut auf der Seele“. Neben der Eröffnungsveranstaltung am 7. Juni, bei dem der Autor der Ausstellung Dr. Udo Engbring-Romang durch die Ausstellung führte, organisierte der Landesverband in Kooperation mit der Hochschule unter anderem einen Workshop zu Studierenden-Guides durch die Ausstellung, einen Workshop zur Sensibilisierung für Rassismus und eine Diskussionsveranstaltung zur Bürgerrechtsarbeit der Minderheit.

 

Vortrag zur zweiten Schuld

Im Rahmen des Darmstädter Gedenkjahres 2016 hat der Historiker Dr. Udo Engbring-Romang einen Vortrag anlässlich des 60. Jahrestags des rassistischen Urteils des Bundesgerichtshof 1956 gehalten. Das Urteil verwehrte teilweise Überlebenden des VölkermordsGedenkjahr_2016_Bild eine Entschädigung für ihre Leiden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten.

Stadträtin Iris Bachmann als Vertreterin der Wissenschaftsstadt Darmstadt und  Rinaldo Strauß vom Landesverband hielten Grußworte.

„60 Jahre – Versagte Entschädigung der Sinti und Roma durch den Bundesgerichtshof“
Vortrag von Dr. Udo Engbring-Romang
Datum: Do. 09.06.2016, 18:00 Uhr
Ort: Justus-Liebig-Haus, Foyer

Das Programm des Darmstädter Gedenkjahres