Demokratiekonferenz in Dietzenbach

Am 23. Oktober fand im Rathaus Dietzenbach eine Demokratiekonferenz zum Thema Antiziganismus statt. Organisiert wurde die Demokratiekonferenz von der Partnerschaft für Demokratie der Kreisstadt Dietzenbach gemeinsam mit dem Landesverband. Für die Kreisstadt begrüßte der Erste Stadtrat Dr. Dieter Lang die Anwesenden, vom Landesverband Rinaldo Strauß.

Der Verband zeigte den Film „Die Akte Strauß“ über verzögerte und verweigerte Entschädigungen für NS-Überlebende aus der Minderheit in der Nachkriegszeit. Der Bürgerrechtler Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung, hielt einen Vortrag über Antiziganismus. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Landesverbandes Malte Clausen und Nico Bobka führten durch die mobile Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“.

Der Weg der Sinti und Roma: in Korbach

Zwischen dem 21. und 31. August 2017 war unsere neue mobile Ausstellung an der Alten Landesschule Korbach zu sehen.

Am 24. August haben die Mitarbeiter des Landesverbandes Rinaldo Strauß und Malte Clausen einen Schulprojekttag in der Schule veranstaltet.

Neben einer Führung durch die Ausstellung haben wir auch den neuen Bürgerrechtsfilm des Verbandes gezeigt und gemeinsam diskutiert.

Die Schüler waren sehr interessiert und aufmerksam und stellten viele Rückfragen. Im Nachhinein fanden viele den Schulprojekttag auch aufgrund der abwechslungsreichen Elemente (Film, Ausstellung, Dikussion) gelungen.

Wir bedanken uns bei der Schulleitung und besonders bei dem Lehrer Johannes Grötecke, der den Projekttag seinen Schülern ermöglicht hat.

In der lokalen Presse (Korbacher Zeitung) erschien ein Artikel über den Schulprojekttag.

Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg eröffnet

Daniel Strauß, Landesvorsitzender des Verbands deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg

Am 28. Juli 2017 wurde die Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg feierlich eröffnet. Es ist die erste Forschungsstelle zum Thema überhaupt an einer deutschen Hochschule.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.  Fotos: Philipp Rothe, Romeo Franz, Daniela Gress.

Zur Eröffnung sprachen der Rektor der Uni Heidelberg Prof. Dr. Bernhard Eitel sowie Daniel Strauß, der Vorsitzende unserer Schwesterorganisation in Baden-Württemberg, auf deren Initiative die Gründung der Forschungstelle zurückgeht.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer betonte in ihrem Grußwort „die historische Verpflichtung den Sinti und Roma gegenüber“, die aufgrund eines grassierenden Antiziganismus seit Jahrhunderten diskriminiert, verfolgt und entrechtet werden.

Ebenfalls anlässlich der Eröffnung der Einrichtung, die hoffentlich dazu beitragen wird, den Antiziganismus besser verstehen und bekämpfen zu können, hielt auch Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats deutscher Sinti und Roma, ein Grußwort. Für den Landesverband Hessen nahmen Rinaldo Strauß und Malte Clausen teil.