Gedenken in Gießen und Marburg

Am 23. März wurde der vor 74 Jahren von Marburg nach Auschwitz deportierten Sinti gedacht. Beteiligt an der Gedenkveranstaltung waren unter anderem der Vorsitzende des Kreistags Detlef Ruffert und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Die Oberhessische Presse berichtete

Bild: Stadt Marburg, Philipp Höhn

In Gießen fand das Gedenken an die Deportierten am 16. März statt.  Am Gedenken nahmen unter anderem Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz, Stadträtin Astrid Eibelshäuser, der SPD-Chef Gerhard Merz sowie die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz teil. Die Gießener Allgemeine berichtete

Bild: Gießener Allgemeine

Denkzeichen Güterbahnhof wiedereröffnet

Das Mahnmal Denkzeichen Güterbahnhof, das an die Deportation der Darmstädter Juden und Sinti während der Nazizeit erinnert, wurde am Sonntag 5. März zum dritten Mal eingeweiht. In den vergangenen Jahren war es zweimal mutwillig beschädigt worden.

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An der gut besuchten Gedenkfeier nahmen auch Angehörige des von Darmstadt nach Auschwitz deportierten Martin Wick teil. Seine Töchter lasen aus den Lebenserinnerungen ihres Vaters, die der Verband in der Dokumentation Darmstadt.Auschwitz. veröffentlicht hat.

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Auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Darmstadts Daniel Neumann und als Vertreter des Landesverbands Rinaldo Strauß sowie Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch nahmen am Gedenken teil.

Darmstadt Oberbürgermeister Jochen Partsch
Darmstadt Oberbürgermeister Jochen Partsch
Daniel Neumann
Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Daniel Neumann
Rinaldo Strauß vom Landesverband
Rinaldo Strauß vom Landesverband

Darmstädter Gedenkjahr

Am 16. März fand die erste Veranstaltung des Verbands im Rahmen des Darmstädter Gedenkjahres 2017 statt.

Der Historiker Dr. Peter Sandner referierte zu flyer_gedenkjahr_2017_bildrassenpolitischen Erfassungen von Sinti und Roma in Deutschland durch den Kreis um Robert Ritter vor 80 Jahren und beantwortete Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung fand wie unsere kommenden Veranstaltungen zum Gedenkjahr 2017 im Kollegiengebäude des Regierungspräsidiums am Luisenplatz statt. Kooperationspartner bei unseren Veranstaltungen zum Gedenkjahr 2017 ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Weitere Hinweise auf die Veranstaltungen des Darmstädter Gedenkjahres 2017 finden Sie im Programmflyer

„Der Weg der Sinti und Roma“ in Bad Hersfeld

Vom 14. Februar bis 10. März 2017 war die mobile Ausstellung des Landesverbandes „Der Weg der Sinti und Roma“ in Bad Hersfeld zu sehen.

Die Ausstellung nach Bad Herfeld geholt hatte das Bündnis „bunt statt braun Bad Hersfeld-Rotenburg“. Die gemeinsam mit der „AG Zeitsprünge“ organisierte Eröffnungsveranstaltung fand am 16. Februar im Buchcafé statt.

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Fatima Stieb vom Landesverband hielt ein Grußwort
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Der Autor Dr. Udo Engbring-Romang führte durch die Ausstellung. Foto: Osthessen News

Bis zum 12. März war die Ausstellung im FREIraum, Badestube 20, Bad Hersfeld, zu sehen zu den Öffnungszeiten Mo. 16:30-18 Uhr, Di. 10-12 Uhr und Do. 15-18 Uhr.

Bericht von Osthessen News

Ausstellung an Schule in Homberg (Efze)

Vom 17. Januar bis zum 8. Februar 2017 war die Ausstellung des Verbandes Der Weg der Sinti und Roma an der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule in Homberg (Efze) zu den Öffnungszeiten der Schule zu sehen.

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Am 20. Januar fand eine Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern der 13. Jahrgangsstufe des Gymnasiums statt. Für den Landesverband nahmen Rinaldo Strauß, Fatima Stieb und Malte Clausen teil. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Schulleiter Dr. Ralf Weskamp.

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Im Anschluss führte Malte Clausen durch die Ausstellung. Die Ausstellung und den Projekttag hat die AG „Schule ohne Rassismus“ und ihr Leiter Thomas Schattner an die Schule geholt und organisiert.

Die Onlinezeitungen lokalo24, nh24 und sek-news berichteten.

Bilder: Thomas Schattner

Premiere des Bürgerrechtsfilms

„Kampf um Anerkennung“

Vier Jahrzehnte Bürgerrechtsarbeit des Verbands Deutscher Sinti und Roma LV Hessen

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Bild: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Am 13. Dezember haben wir erstmals unseren neuen Film über die Bürgerrechtsarbeit der Minderheit öffentlich aufgeführt. Im Anschluss gab es eine Diskussion mit den Vertretern des Verbandes.

Das Darmstädter Echo berichtete 

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Der Film thematisiert die politische Organisierung der deutschen Sinti und Roma seit 1979 und greift im Gespräch mit damaligen Akteurinnen und Akteuren wichtige Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit aus den letzten vier Jahrzehnten auf. Dazu gehören insbesondere die landesweite Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche und die Errichtung des Mahnmals für die deportierten Sinti und Roma in Wiesbaden Anfang der 90er Jahre.

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Darmstadts Stadträtin Iris Bachmann und der Vorsitzende des Landesverbands Adam Strauß

Ausstellung und Vortrag in der VHS in Dieburg

Vom 21. November bis 3. Dezember war die neue mobile Ausstellung des Landesverbands Der Weg in der Sinti und Roma in der Volkshochschule Darmstadt-Dieburg (Albinistraße 23, 64807 Dieburg) zu sehen.

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Bild: Ausstellung des Landesverbands in Hanau im Oktober 2016

Für den 1. Dezember um 19 Uhr lädt die Volkshochschule Darmstadt-Dieburg zu einem gebührenfreien Vortrag mit dem Historiker Dr. Udo Engbring-Romang in das Landratsamt Dieburg (gleiche Adresse) ein.

Zu der Veranstaltung mit dem Titel „Sinti und Roma – verfolgt, vergessen, verdrängt“ schreibt die Volkshochschule: „Etwa 17.000 Angehörige der Minderheit deutsche Sinti und Roma wurden im Nationalsozialismus ermordet. Die Justiz in der jungen Bundesrepublik setzte die Politik der Ausgrenzung und Entrechtung fort. Die Anerkennung als Opfergruppe eines Völkermordes fand erst 1982 statt. Bis in die heutige Zeit wirkt sich die Diskriminierung für die Minderheit aus.“