Podium gegen Antiziganismus

Der Abbau von hartnäckigen und langjährig tradierten Vorurteilen erfordert eine fundierte Analyse und Kritik ihrer Grundlagen und Funktionsweisen. Daher organisiert der Hessische Landesverband der deutschen Sinti und Roma in Kooperation mit dem AStA der TU Darmstadt im Sommersemester 2018 erstmals ein Podium, auf dem die Erkenntnisse der sozial- und politikwissenschaftlichen, pädagogischen sowie (sozial-)psychologischen Forschung einem vielfältigen Publikum aus Zivilgesellschaft und Politik nähergebracht werden.

Neben der Veranstaltungsreihe „Einführung in die Antiziganismusforschung“ war die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ im alten Hauptgebäude der TU Darmstadt zu sehen. Der Landesverband führte am 08.05.2018 eine Gruppe Studierende und Interessierte durch die Ausstellung.

Im Rahmen der Reihe „Einführung in die Antiziganismusforschung“ finden folgende Veranstaltungen statt:
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Die ersten Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus

+++ Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ im sam verlängert bis zum 20. Juli +++

Seit dem 29. Mai veranstaltet der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Hessen zusammen mit städtischen und zivilgesellschaftlichen KooperationspartnerInnen in Wiesbaden die ersten Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus. Zu den Hintergründen der Diskriminierung von Sinti und Roma führte der Wiesbadener Kurier ein Interview mit Rinaldo Strauß vom Landesverband.

Die Veranstaltungen ermöglichten verschiedene Blickwinkel auf die gemeinsame Geschichte der Minderheit und der Mehrheitsgesellschaft. Die im Stadtmuseum am Markt (sam) aufgebaute mobile Ausstellung des Landesverbandes „Der Weg der Sinti und Roma“ behandelt die Entstehung und Entwicklung der „Zigeunerbilder“, durch die Angehörige der Minderheit jahrhundertelang ausgegrenzt und diskriminiert wurden, bis hin zum Völkermord während des Nationalsozialismus und der versagten Entschädigung in der Nachkriegszeit.

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Kulturabend in Kassel

Der Landesverband hat am 20. April 2018 in Kooperation mit der Stadt Kassel einen Kulturabend im Kasseler Rathaus veranstaltet, um über die Verfolgungsgeschichte und den Antiziganismus aufzuklären.

Das Programm bestand aus einem Kurzfilm zu Anna Mettbachs Lebens- und Leidensgeschichte und einer Lesung ihres Zeitzeugenberichtes. Außerdem wurden die Gäste durch die mobile Ausstellung des Verbandes Der Weg der Sinti und Roma von den Mitarbeitern des Landesverbandes geführt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Sunny Franz (Violine) sowie Aaron Weiss (Piano). Das Grußwort für die Stadt hielt Stadträtin Anne Janz, für den Landesverband sprach Rinaldo Strauß.

Schulwettbewerb in Gießen und Gedenken in Marburg

Am 16. März wurden in Gießen die Ergebnisse des Schulwettbewerbs zur 75. Jahrestag der Deportation der Gießener Sinti feierlich präsentiert.

Der Schulwettbewerb der Universitätsstadt Gießen zum Thema Antiziganismus war aus Sicht des Landesverbandes ein voller Erfolg. SchülerInnen von insgesamt vier Schulen haben an dem Wettbewerb teilgenommen.

Im Vorfeld wurde den Schulen Lehrmaterial des Landesverbandes zur Verfügung gestellt. Der Landesverband hat auch in Führungen durch unsere mobile Ausstellung Der Weg der Sinti und Roma, die für knapp zwei Wochen bereits im vergangenen Herbst im Gießener Rathaus zu sehen war, die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema vertiefen können.

Die Schüler haben, teilweise in schulübergreifenden Projekten, sehr anschaulich dargestellt, wie Vorurteile zu Ausgrenzung, Ausgrenzung zu Diskriminierung, Diskrimierung zu Übergriffen und schließlich zu einem Völkermord führen können. Die Arbeiten der Schüler machen eindrucksvoll deutlich, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat.

Mobile Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“

Am 23. März fand das Gedenken der Universitätsstadt Marburg an die Deportation der Marburger Sinti vor 75. Jahren statt. Der Landesverband hielt anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Der Weg der Sinti und Roma im Marburger Rathaus ein Grußwort. Dr. Udo Engbring-Romang führte in seinem Vortrag in die von ihm verfasste Ausstellung ein. Die Ausstellung war bis zum 4. April im Rathaus zu sehen.

Gedenken in Darmstadt zu den Deportationen

Am 15. März gedachte die Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit dem Landesverband, der Jüdischen Gemeinde, der Initiative Denkzeichen Güterbahnhof und Bündnissen gegen Rechts in Südhessen der rassistischen Verfolgung von Juden, Sinti und Roma während der Nazizeit. Der Anlass war der 75. Jahrestag der Deportation der Darmstädter Sinti.

Maria Strauß hielt das Grußwort für den Landeverband, Oberbürgermeister Jochen Partsch sprach für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und Daniel Neumann für die Jüdische Gemeinde Darmstadt. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Sunny Franz und Aaron Weiß begleitet.

Bilder: Renate Dreesen, Margit Sachse

Das Darmstädter Echo berichtete sowohl im Vorfeld als auch von der Veranstaltung ausführlich. Das Echo hat auch Ausschnitte aus Zeitzeugenberichten abgedruckt, die der Verband aufgezeichnet hat.

Die hessenschau des Hessischen Rundfunks hat am 15. März ausführlich berichtet: Bericht der hessenschau (ab Minute 15:20)

Wiesbadenener Gedenken zur Deportation vor 75 Jahren

Am 8. März gedachte der Landesverband gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Wiesbadener Stadtöffentlichkeit der Deportation der Wiesbadener Sinti vor 75 Jahren.

Der Landesvorsitzende Adam Strauß hielt das Grußwort für den Landesverband, Oberbügermeister Sven Gerich sprach von Seiten der Landeshauptstadt Wiesbaden. Im Anschluss sprachen die Pfarrer Günter und Gras eine Ansprache. Musikalisch begleitet wurde das Gedenken vom Romeo Franz Ensemble.

Neben einem kurzen Bericht in der Hessenschau vom 8. März 2018 berichtete die Frankfurter Rundschau bereits im Vorfeld. Ein Bericht über die Gedenkveranstaltung ist auch im Wiesbadener Tagblatt erschienen.

Gedenken zum 27. Januar

Der Landesverband hat sich an mehreren Gedenkveranstaltungen anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar beteiligt.

Der Landesvorsitzende Adam Strauß nahm am landesweiten Gedenken im Hessischen Landtag teil.

Rinaldo Strauß war beim Gedenken der Wissenschaftsstadt in der Centralstation in Darmstadt anwesend, bei dem Schülerinnen und Schüler vom Schicksal der von den Nazis verfolgten Menschen erinnerten. Auch Darmstadts Oberbürgermeister Partsch beteiligte sich.

Rinaldo Strauß nahm auch am Gedenken des Allgemeinen Studierendenausschuss der Frankfurter Universität teil, gemeinsam mit Daniel Neumann, dem Direktor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Hessens, und Prof. Benjamin Ortmeyer, Leiter der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Uni Frankfurt.